NM- Nerchau-Mutzschener - Landwirtschaft - Eine historische Schwarzweißfotografie zeigt einen Mähdrescher vom Typ Fortschritt E 512, der Getreide auf einem Feld in einen Lkw-Anhänger entlädt.

Die Entwicklung der Landwirtschaft im Raum Nerchau-Mutzschen

Steffen Richter, Dipl. Agrar Ing. Ökonom

Deutschland war 1945 eine Industrienation. Zwar eine zerstörte, aber das ließ sich reparieren. Nur die Landwirtschaft war weitgehend durch Familienbetriebe bestimmt. Die Kleinsten, die Häusler Leute, hatten ca. 0,1 bis 1,0 ha Acker hinter dem Haus. Ganz deutlich noch heute in Nerchau hinter der Grimmaer, Cannewitzer und Würschwitzer Straße zu beobachten. Durch die Bodenreform erhielten die Neubauern im Durchschnitt 5 ha Land, bei Kleinbauern wurde die Fläche auf 5 ha erweitert. Mittelbauern hatten in unserer Gegend etwa 20 bis 50 ha Land. Außerdem gab es wenige Großbauern und Rittergüter mit über 100 ha wie in Cannewitz, Haubitz und Mutzschen.